Tempo vor Sicherheit? Veeam-Studie zeigt riskanten KI-Trend in Deutschland
Eine neue Umfrage unter 250 deutschen Entscheidungsträgern zeigt: Trotz hohem Bewusstsein für Souveränitätsrisiken beschleunigen 82% noch immer die KI-Entwicklung auf Kosten von Datenkontrollen.
Eine neue Studie zum Thema Datensouveränität von Veeam Software offenbart eine wachsende Diskrepanz im deutschen Markt: Während 94% der IT-, Daten- und Sicherheitsverantwortlichen angeben, das Thema Datensouveränität gut zu verstehen, räumen gleichzeitig 82% ein, dass die Beschleunigung von KI-Projekten in ihrem Unternehmen Vorrang vor der Etablierung wirksamer Datenkontrollen hat. Die Ergebnisse basieren auf einer Befragung von 250 Entscheidungsträgern in deutschen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern.
Strategischer Hebel statt Pflichtübung
Wie die Erhebung zeigt, begreifen deutsche Unternehmen, im Kontrast zu vielen europäischen Märkten, Datensouveränität nicht primär als Compliance-Pflicht, sondern als operativen Wachstumshebel. 42% der Befragten nennen die Unterstützung strategischer Ziele wie Marktexpansion und Partnerschaften als wichtigsten Grund, Datensouveränität zu priorisieren. Wettbewerbsdruck (34%) und geopolitische Entwicklungen (29%) verstärken den Handlungsdruck zusätzlich. Über die Hälfte der befragten Organisationen (55%) hat ihre Souveränitätsstrategie bereits vollständig operationalisiert.
KI-Daten und Shadow IT als größte blinde Flecken
Trotz dieses strategischen Bewusstseins kämpfen deutsche Unternehmen noch mit erheblichen Sichtbarkeitslücken, und zwar besonders dort, wo KI-Systeme und unkontrollierte Anwendungen auf Unternehmensdaten zugreifen:
- 40% sehen Daten, die für KI oder Analysen genutzt werden, als größten blinden Fleck.
- 40% haben unzureichende Transparenz über Daten in Public-Cloud-Umgebungen.
- 37% berichten von Problemen mit Shadow IT – Systemen und Anwendungen außerhalb der IT-Governance.
- 36% fehlt der Überblick über grenzüberschreitende Datenflüsse.
Operative Kontrolle: wichtigste Priorität und größte Herausforderung zugleich
33% der deutschen Befragten bewerten die operative Kontrolle, sprich die Frage, wer auf Unternehmensdaten zugreifen kann, als wichtigsten Aspekt der Datensouveränität. Gleichzeitig stufen 26% genau diesen Bereich als ihre größte Herausforderung ein. Angesichts der zunehmenden Interaktion autonomer KI-Agenten mit Unternehmensdaten gewinnt diese Kontrollfrage weiter an Brisanz, zumal weniger als die Hälfte der deutschen Organisationen (48%) angibt, über verlässliche Prozesse zu verfügen, um kritische Daten nach KI-bedingten Fehlern wiederherzustellen.
Persönliche Belastung in den Chefetagen
Die gestiegene Verantwortung für Cybersicherheit hinterlässt in deutschen Führungsetagen deutliche Spuren: 42% der Befragten nennen Sorgen um die persönliche Haftung als Hauptfolge der gewachsenen Verantwortlichkeit, 39% berichten von erhöhtem persönlichem Stress. Hinzu kommt, dass 34% eine mangelnde Klarheit über Rollen und Zuständigkeiten beklagen. Bemerkenswert ist zudem, dass nur 53% der deutschen Führungskräfte davon ausgehen, eine persönliche Rechtsverantwortung für die Cyberresilienz ihres Unternehmens zu tragen, obwohl die EU-NIS2-Verordnung vorsieht, dass Führungskräfte persönlich für die Cybersicherheit ihrer Organisation zur Rechenschaft gezogen werden können.
„Deutsche Unternehmen verstehen die Bedeutung von Datensouveränität – aber zwischen Erkenntnis und Umsetzung klafft eine signifikante Lücke“, sagt Armin Müller, Regional Vice President für Mitteleuropa bei Veeam. „Wer KI mit Vollgas einführt, ohne gleichzeitig die Kontrolle über seine Daten zu sichern, riskiert nicht nur Compliance-Verstöße, sondern auch das Vertrauen von Kunden und Partnern. Die gute Nachricht ist: Deutsche Organisationen haben beim Thema KI-Datenwiederherstellung die Nase vorn. Jetzt geht es darum, diese operative Stärke auf die gesamte Datensouveränität auszuweiten.“
Über die Studie
Die Studie wurde von Veeam in Auftrag gegeben und vom unabhängigen Marktforschungsunternehmen Censuswide durchgeführt. Im Rahmen der Erhebung wurden 250 IT-, Daten- und Sicherheitsentscheider in deutschen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern befragt. Die Daten wurden zwischen dem 21. und 27. April 2026 erhoben. Censuswide hält sich an die Grundsätze der Market Research Society, die auf den ESOMAR-Prinzipien basieren, und beschäftigt Mitglieder dieser Gesellschaft.
Tempo vor Sicherheit? Veeam-Studie zeigt riskanten KI-Trend in Deutschland
Eine neue Umfrage unter 250 deutschen Entscheidungsträgern zeigt: Trotz hohem Bewusstsein für Souveränitätsrisiken beschleunigen 82% noch immer die KI-Entwicklung auf Kosten von Datenkontrollen.
Eine neue Studie zum Thema Datensouveränität von Veeam Software offenbart eine wachsende Diskrepanz im deutschen Markt: Während 94% der IT-, Daten- und Sicherheitsverantwortlichen angeben, das Thema Datensouveränität gut zu verstehen, räumen gleichzeitig 82% ein, dass die Beschleunigung von KI-Projekten in ihrem Unternehmen Vorrang vor der Etablierung wirksamer Datenkontrollen hat. Die Ergebnisse basieren auf einer Befragung von 250 Entscheidungsträgern in deutschen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern.
Strategischer Hebel statt Pflichtübung
Wie die Erhebung zeigt, begreifen deutsche Unternehmen, im Kontrast zu vielen europäischen Märkten, Datensouveränität nicht primär als Compliance-Pflicht, sondern als operativen Wachstumshebel. 42% der Befragten nennen die Unterstützung strategischer Ziele wie Marktexpansion und Partnerschaften als wichtigsten Grund, Datensouveränität zu priorisieren. Wettbewerbsdruck (34%) und geopolitische Entwicklungen (29%) verstärken den Handlungsdruck zusätzlich. Über die Hälfte der befragten Organisationen (55%) hat ihre Souveränitätsstrategie bereits vollständig operationalisiert.
KI-Daten und Shadow IT als größte blinde Flecken
Trotz dieses strategischen Bewusstseins kämpfen deutsche Unternehmen noch mit erheblichen Sichtbarkeitslücken, und zwar besonders dort, wo KI-Systeme und unkontrollierte Anwendungen auf Unternehmensdaten zugreifen:
- 40% sehen Daten, die für KI oder Analysen genutzt werden, als größten blinden Fleck.
- 40% haben unzureichende Transparenz über Daten in Public-Cloud-Umgebungen.
- 37% berichten von Problemen mit Shadow IT – Systemen und Anwendungen außerhalb der IT-Governance.
- 36% fehlt der Überblick über grenzüberschreitende Datenflüsse.
Operative Kontrolle: wichtigste Priorität und größte Herausforderung zugleich
33% der deutschen Befragten bewerten die operative Kontrolle, sprich die Frage, wer auf Unternehmensdaten zugreifen kann, als wichtigsten Aspekt der Datensouveränität. Gleichzeitig stufen 26% genau diesen Bereich als ihre größte Herausforderung ein. Angesichts der zunehmenden Interaktion autonomer KI-Agenten mit Unternehmensdaten gewinnt diese Kontrollfrage weiter an Brisanz, zumal weniger als die Hälfte der deutschen Organisationen (48%) angibt, über verlässliche Prozesse zu verfügen, um kritische Daten nach KI-bedingten Fehlern wiederherzustellen.
Persönliche Belastung in den Chefetagen
Die gestiegene Verantwortung für Cybersicherheit hinterlässt in deutschen Führungsetagen deutliche Spuren: 42% der Befragten nennen Sorgen um die persönliche Haftung als Hauptfolge der gewachsenen Verantwortlichkeit, 39% berichten von erhöhtem persönlichem Stress. Hinzu kommt, dass 34% eine mangelnde Klarheit über Rollen und Zuständigkeiten beklagen. Bemerkenswert ist zudem, dass nur 53% der deutschen Führungskräfte davon ausgehen, eine persönliche Rechtsverantwortung für die Cyberresilienz ihres Unternehmens zu tragen, obwohl die EU-NIS2-Verordnung vorsieht, dass Führungskräfte persönlich für die Cybersicherheit ihrer Organisation zur Rechenschaft gezogen werden können.
„Deutsche Unternehmen verstehen die Bedeutung von Datensouveränität – aber zwischen Erkenntnis und Umsetzung klafft eine signifikante Lücke“, sagt Armin Müller, Regional Vice President für Mitteleuropa bei Veeam. „Wer KI mit Vollgas einführt, ohne gleichzeitig die Kontrolle über seine Daten zu sichern, riskiert nicht nur Compliance-Verstöße, sondern auch das Vertrauen von Kunden und Partnern. Die gute Nachricht ist: Deutsche Organisationen haben beim Thema KI-Datenwiederherstellung die Nase vorn. Jetzt geht es darum, diese operative Stärke auf die gesamte Datensouveränität auszuweiten.“
Über die Studie
Die Studie wurde von Veeam in Auftrag gegeben und vom unabhängigen Marktforschungsunternehmen Censuswide durchgeführt. Im Rahmen der Erhebung wurden 250 IT-, Daten- und Sicherheitsentscheider in deutschen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern befragt. Die Daten wurden zwischen dem 21. und 27. April 2026 erhoben. Censuswide hält sich an die Grundsätze der Market Research Society, die auf den ESOMAR-Prinzipien basieren, und beschäftigt Mitglieder dieser Gesellschaft.
