Safer Internet Day 2026: Sichere Entscheidungen in einer KI-gesteuerten Welt
09.02.2026
Beim Safer Internet Day ging es schon immer darum, Menschen im Internet zu schützen. Im Jahr 2026 erhält diese Mission eine neue Dringlichkeit, denn KI ist immer tiefer in die Arbeits-, Lern-, Kommunikations- und Transaktionsprozesse eingebettet. Sie ist keine Zukunftstechnologie mehr, sie prägt bereits jetzt, wie Entscheidungen getroffen werden aber auch zunehmend, wie Cyberkriminelle vorgehen. Mit der Einbindung von KI in Browser geht es bei der Online-Sicherheit nicht mehr nur um das Verhalten der Nutzer, sondern darum, wie intelligent und verantwortungsbewusst KI selbst entwickelt, gesteuert und abgesichert wird.
KI ist heute Teil des täglichen Online-Lebens
Von Schreibhilfen und Bildgenerierung bis hin zu Empfehlungsmaschinen und Chatbots ist KI heute in fast jeder digitalen Interaktion präsent. KI ist zum Co-Piloten des täglichen digitalen Lebens geworden und beeinflusst im Hintergrund Entscheidungen, Inhalte und Vertrauenssignale. Den Zahlen der Sicherheitsforscher von Check Point Research vom Dezember 2025 nach, stellte jede 27. KI-Eingabe aus Unternehmensnetzwerken ein hohes Risiko für den Verlust sensibler Daten dar. 91 Prozent der Unternehmen, die KI-Tools verwenden, waren von Eingaben mit hohem Risiko betroffen. Weitere 25 Prozent der Eingaben enthielten potenziell sensible Informationen, was verdeutlicht, wie leicht Nutzer bei der Interaktion mit KI-Tools zu viele Daten preisgeben können.
Diese Ergebnisse untermauern eine Kernbotschaft: KI muss wie jedes andere kritische System gesichert werden – denn sie verarbeitet mittlerweile direkt sensible Daten und trifft Entscheidungen. Diese Risiken sind nicht auf Unternehmen beschränkt. Wenn Schüler, Familien oder Einzelpersonen KI-Tools für Hausaufgaben, Ratschläge oder die Erstellung von Inhalten nutzen, können dieselben Verhaltensweisen – das Kopieren und Einfügen persönlicher Informationen, das Hochladen von Bildern oder das Vertrauen in Ergebnisse ohne Überprüfung – sie Risiken in Bezug auf Datenschutz, Fehlinformationen oder Manipulation aussetzen. Die sichere Nutzung von KI beginnt daher mit digitaler Kompetenz und nicht mit Einschränkungen.
Wie KI die Cyber-Bedrohungslandschaft verändert
Cyberkriminalität hat sich schon immer parallel zur Technologie weiterentwickelt, aber KI beschleunigt diese Entwicklung in beispiellosem Tempo. Laut dem Cyber Security Report 2026 kombinieren Angreifer nun KI, Identitätsmissbrauch, Ransomware und Social Engineering zu koordinierten, mehrstufigen Kampagnen, die schneller sind als herkömmliche Abwehrmaßnahmen. Diese Angriffe passen sich zunehmend in Echtzeit an, lernen aus fehlgeschlagenen Versuchen und verfeinern automatisch ihre Techniken – ähnlich wie defensive KI funktioniert.
Weltweit waren Unternehmen im Jahr 2025 durchschnittlich 1.968 Cyberangriffen pro Woche ausgesetzt, was einem Anstieg von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Anstieg von 70 Prozent seit 2023 entspricht. In Deutschland zielten pro Woche 1223 Angriffe auf Unternehmen was einen Anstieg von 14 Prozent im Vergleich zu Vorjahr bedeutet. Diese Angriffe sind keine Einzelfälle mehr, sie sind darüber hinaus hartnäckig, automatisiert und zunehmend personalisiert. Genau wegen dieses Ausmaßes können rein menschliche Sicherheitsmodelle nicht mehr mithalten.
Drei Trends sind für den Safer Internet Day besonders relevant:
1. KI-gestütztes Social Engineering
KI macht Phishing und Betrug überzeugender und skalierbarer. Angreifer können nun mehrsprachige, kulturell angepasste Nachrichten generieren, die vertrauenswürdige Stimmen, Institutionen oder sogar Familienmitglieder imitieren. Der Cyber Security Report 2026 von Check Point zeigt, dass E-Mails nach wie vor der wichtigste Übertragungsweg für schädliche Inhalte sind und 82 Prozent der Übertragung schädlicher Dateien ausmachen. Die Zahlen zeigen aber auch, dass webbasierte und Multi-Channel-Angriffe rapide zunehmen. Dies verstärkt die Notwendigkeit einer KI-gesteuerten Bedrohungsprävention, die nicht nur bekannte Signaturen, sondern auch Absichten und Verhaltensweisen erkennen kann.
2. Ransomware in großem Maßstab
Laut den Cyber-Statistiken wurden allein im Dezember 2025 945 Ransomware-Angriffe öffentlich gemeldet, was einem Anstieg von 60 Prozent gegenüber Dezember 2024 entspricht. Ransomware-Gruppen werden immer fragmentierter, automatisierter und aggressiver und kombinieren häufig Datendiebstahl mit Erpressung und öffentlichem Druck. KI wird nun eingesetzt, um Targeting-, Aufklärungs- und Erpressungstaktiken zu beschleunigen.
3. Unkontrollierte KI-Nutzung als Risikomultiplikator
KI-Systeme selbst werden zunehmend zum Ziel. Eine von Check Point durchgeführte Untersuchung von rund 10.000 Model Context Protocol-Servern, ergab, dass 40 Prozent davon Sicherheitslücken aufweisen, was zeigt, dass die KI-Infrastruktur mittlerweile Teil der Angriffsfläche ist. Die Sicherung von KI-Pipelines, Modellen und Datenflüssen ist mittlerweile genauso wichtig wie die Sicherung von Endpunkten oder Netzwerken.
Ein neues Rahmenwerk für Online-Sicherheit
Um sich in dieser Umgebung zurechtzufinden, benötigen Nutzer neue Gewohnheiten – Gewohnheiten, die KI als leistungsstarkes Werkzeug, aber nicht als unfehlbare Autorität anerkennen. Nutzer sollten:
- Nicht nur die Quelle, sondern auch das Ergebnis hinterfragen: KI-Antworten können selbst dann autoritär klingen, wenn sie falsch sind. Benutzer sollten dazu angehalten werden, zu fragen, ob die Informationen aus einer anderen vertrauenswürdigen Quelle überprüfbar sind oder ob die KI Dringlichkeit, Angst oder Geheimhaltung suggeriert.
- Persönliche und sensible Daten schützen: Laut den Cyberstatistiken vom Dezember verwenden Mitarbeiter durchschnittlich 11 verschiedene GenAI-Tools und generieren 56 KI-Eingabeaufforderungen pro Benutzer und Monat, was das Risiko einer versehentlichen Datenpreisgabe erhöht. KI-Sicherheit beginnt mit der Minimierung unnötiger Datenweitergabe.
- Inhalte können synthetisch sein: Von Bildern bis hin zu Stimmen können digitale Inhalte heute leicht gefälscht werden. Daher sollten Nutzer alles, was Geld, Zugangsdaten oder sofortiges Handeln erfordert, mit Vorsicht behandeln, auch wenn es realistisch erscheint. Die Überprüfung von Informationen ist heute eine wichtige Internetkompetenz.
Was Organisationen und Plattformen tun müssen
Beim Safer Internet Day geht es nicht nur um die Verantwortung des Einzelnen. Plattformen, Schulen und Organisationen müssen Sicherheit von Anfang an in KI-Systeme integrieren. Sicherheit muss in die Entwicklung, Bereitstellung und Nutzung von KI eingebettet sein – und nicht nachträglich hinzugefügt werden.
Die Cybersicherheitsstudie 2026 von Check Point zeigt, dass 90 Prozent der Organisationen innerhalb von drei Monaten mit riskanten KI-Aufforderungen konfrontiert waren, was darauf hindeutet, dass Governance und Kontrollen hinter der Einführung zurückbleiben. Eine wirksame KI-Sicherheit erfordert nicht nur klare Richtlinien für die Nutzung von KI und eine konsequente Überwachung auf Datenlecks, sondern auch Aufklärung, die mit den sich entwickelnden Bedrohungen Schritt hält.
Letztendlich muss sich die Sicherheit von reaktiven Tools zu KI-gestützten, cloudbasierten Plattformen entwickeln, die Schäden mit der Geschwindigkeit einer Maschine verhindern.
Lothar Geuenich, VP Central Europe/DACH bei Check Point Software Technologies, erklärt: „KI entwickelt sich rasch zu einem Co-Piloten für unser Lernen, Arbeiten und unsere Online-Kommunikation – doch Vertrauen in Technologie muss verdient und kann nicht vorausgesetzt werden. Der Safer Internet Day erinnert uns daran, dass kluge Technologieentscheidungen in Verbindung mit präventiven, KI-gestützten Sicherheitsmaßnahmen und einer soliden digitalen Kompetenz unerlässlich sind, um das Internet in einer KI-gesteuerten Welt sicher, widerstandsfähig und vertrauenswürdig zu halten.“
Safer Internet Day 2026: Sichere Entscheidungen in einer KI-gesteuerten Welt
09.02.2026
Beim Safer Internet Day ging es schon immer darum, Menschen im Internet zu schützen. Im Jahr 2026 erhält diese Mission eine neue Dringlichkeit, denn KI ist immer tiefer in die Arbeits-, Lern-, Kommunikations- und Transaktionsprozesse eingebettet. Sie ist keine Zukunftstechnologie mehr, sie prägt bereits jetzt, wie Entscheidungen getroffen werden aber auch zunehmend, wie Cyberkriminelle vorgehen. Mit der Einbindung von KI in Browser geht es bei der Online-Sicherheit nicht mehr nur um das Verhalten der Nutzer, sondern darum, wie intelligent und verantwortungsbewusst KI selbst entwickelt, gesteuert und abgesichert wird.
KI ist heute Teil des täglichen Online-Lebens
Von Schreibhilfen und Bildgenerierung bis hin zu Empfehlungsmaschinen und Chatbots ist KI heute in fast jeder digitalen Interaktion präsent. KI ist zum Co-Piloten des täglichen digitalen Lebens geworden und beeinflusst im Hintergrund Entscheidungen, Inhalte und Vertrauenssignale. Den Zahlen der Sicherheitsforscher von Check Point Research vom Dezember 2025 nach, stellte jede 27. KI-Eingabe aus Unternehmensnetzwerken ein hohes Risiko für den Verlust sensibler Daten dar. 91 Prozent der Unternehmen, die KI-Tools verwenden, waren von Eingaben mit hohem Risiko betroffen. Weitere 25 Prozent der Eingaben enthielten potenziell sensible Informationen, was verdeutlicht, wie leicht Nutzer bei der Interaktion mit KI-Tools zu viele Daten preisgeben können.
Diese Ergebnisse untermauern eine Kernbotschaft: KI muss wie jedes andere kritische System gesichert werden – denn sie verarbeitet mittlerweile direkt sensible Daten und trifft Entscheidungen. Diese Risiken sind nicht auf Unternehmen beschränkt. Wenn Schüler, Familien oder Einzelpersonen KI-Tools für Hausaufgaben, Ratschläge oder die Erstellung von Inhalten nutzen, können dieselben Verhaltensweisen – das Kopieren und Einfügen persönlicher Informationen, das Hochladen von Bildern oder das Vertrauen in Ergebnisse ohne Überprüfung – sie Risiken in Bezug auf Datenschutz, Fehlinformationen oder Manipulation aussetzen. Die sichere Nutzung von KI beginnt daher mit digitaler Kompetenz und nicht mit Einschränkungen.
Wie KI die Cyber-Bedrohungslandschaft verändert
Cyberkriminalität hat sich schon immer parallel zur Technologie weiterentwickelt, aber KI beschleunigt diese Entwicklung in beispiellosem Tempo. Laut dem Cyber Security Report 2026 kombinieren Angreifer nun KI, Identitätsmissbrauch, Ransomware und Social Engineering zu koordinierten, mehrstufigen Kampagnen, die schneller sind als herkömmliche Abwehrmaßnahmen. Diese Angriffe passen sich zunehmend in Echtzeit an, lernen aus fehlgeschlagenen Versuchen und verfeinern automatisch ihre Techniken – ähnlich wie defensive KI funktioniert.
Weltweit waren Unternehmen im Jahr 2025 durchschnittlich 1.968 Cyberangriffen pro Woche ausgesetzt, was einem Anstieg von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Anstieg von 70 Prozent seit 2023 entspricht. In Deutschland zielten pro Woche 1223 Angriffe auf Unternehmen was einen Anstieg von 14 Prozent im Vergleich zu Vorjahr bedeutet. Diese Angriffe sind keine Einzelfälle mehr, sie sind darüber hinaus hartnäckig, automatisiert und zunehmend personalisiert. Genau wegen dieses Ausmaßes können rein menschliche Sicherheitsmodelle nicht mehr mithalten.
Drei Trends sind für den Safer Internet Day besonders relevant:
1. KI-gestütztes Social Engineering
KI macht Phishing und Betrug überzeugender und skalierbarer. Angreifer können nun mehrsprachige, kulturell angepasste Nachrichten generieren, die vertrauenswürdige Stimmen, Institutionen oder sogar Familienmitglieder imitieren. Der Cyber Security Report 2026 von Check Point zeigt, dass E-Mails nach wie vor der wichtigste Übertragungsweg für schädliche Inhalte sind und 82 Prozent der Übertragung schädlicher Dateien ausmachen. Die Zahlen zeigen aber auch, dass webbasierte und Multi-Channel-Angriffe rapide zunehmen. Dies verstärkt die Notwendigkeit einer KI-gesteuerten Bedrohungsprävention, die nicht nur bekannte Signaturen, sondern auch Absichten und Verhaltensweisen erkennen kann.
2. Ransomware in großem Maßstab
Laut den Cyber-Statistiken wurden allein im Dezember 2025 945 Ransomware-Angriffe öffentlich gemeldet, was einem Anstieg von 60 Prozent gegenüber Dezember 2024 entspricht. Ransomware-Gruppen werden immer fragmentierter, automatisierter und aggressiver und kombinieren häufig Datendiebstahl mit Erpressung und öffentlichem Druck. KI wird nun eingesetzt, um Targeting-, Aufklärungs- und Erpressungstaktiken zu beschleunigen.
3. Unkontrollierte KI-Nutzung als Risikomultiplikator
KI-Systeme selbst werden zunehmend zum Ziel. Eine von Check Point durchgeführte Untersuchung von rund 10.000 Model Context Protocol-Servern, ergab, dass 40 Prozent davon Sicherheitslücken aufweisen, was zeigt, dass die KI-Infrastruktur mittlerweile Teil der Angriffsfläche ist. Die Sicherung von KI-Pipelines, Modellen und Datenflüssen ist mittlerweile genauso wichtig wie die Sicherung von Endpunkten oder Netzwerken.
Ein neues Rahmenwerk für Online-Sicherheit
Um sich in dieser Umgebung zurechtzufinden, benötigen Nutzer neue Gewohnheiten – Gewohnheiten, die KI als leistungsstarkes Werkzeug, aber nicht als unfehlbare Autorität anerkennen. Nutzer sollten:
- Nicht nur die Quelle, sondern auch das Ergebnis hinterfragen: KI-Antworten können selbst dann autoritär klingen, wenn sie falsch sind. Benutzer sollten dazu angehalten werden, zu fragen, ob die Informationen aus einer anderen vertrauenswürdigen Quelle überprüfbar sind oder ob die KI Dringlichkeit, Angst oder Geheimhaltung suggeriert.
- Persönliche und sensible Daten schützen: Laut den Cyberstatistiken vom Dezember verwenden Mitarbeiter durchschnittlich 11 verschiedene GenAI-Tools und generieren 56 KI-Eingabeaufforderungen pro Benutzer und Monat, was das Risiko einer versehentlichen Datenpreisgabe erhöht. KI-Sicherheit beginnt mit der Minimierung unnötiger Datenweitergabe.
- Inhalte können synthetisch sein: Von Bildern bis hin zu Stimmen können digitale Inhalte heute leicht gefälscht werden. Daher sollten Nutzer alles, was Geld, Zugangsdaten oder sofortiges Handeln erfordert, mit Vorsicht behandeln, auch wenn es realistisch erscheint. Die Überprüfung von Informationen ist heute eine wichtige Internetkompetenz.
Was Organisationen und Plattformen tun müssen
Beim Safer Internet Day geht es nicht nur um die Verantwortung des Einzelnen. Plattformen, Schulen und Organisationen müssen Sicherheit von Anfang an in KI-Systeme integrieren. Sicherheit muss in die Entwicklung, Bereitstellung und Nutzung von KI eingebettet sein – und nicht nachträglich hinzugefügt werden.
Die Cybersicherheitsstudie 2026 von Check Point zeigt, dass 90 Prozent der Organisationen innerhalb von drei Monaten mit riskanten KI-Aufforderungen konfrontiert waren, was darauf hindeutet, dass Governance und Kontrollen hinter der Einführung zurückbleiben. Eine wirksame KI-Sicherheit erfordert nicht nur klare Richtlinien für die Nutzung von KI und eine konsequente Überwachung auf Datenlecks, sondern auch Aufklärung, die mit den sich entwickelnden Bedrohungen Schritt hält.
Letztendlich muss sich die Sicherheit von reaktiven Tools zu KI-gestützten, cloudbasierten Plattformen entwickeln, die Schäden mit der Geschwindigkeit einer Maschine verhindern.
Lothar Geuenich, VP Central Europe/DACH bei Check Point Software Technologies, erklärt: „KI entwickelt sich rasch zu einem Co-Piloten für unser Lernen, Arbeiten und unsere Online-Kommunikation – doch Vertrauen in Technologie muss verdient und kann nicht vorausgesetzt werden. Der Safer Internet Day erinnert uns daran, dass kluge Technologieentscheidungen in Verbindung mit präventiven, KI-gestützten Sicherheitsmaßnahmen und einer soliden digitalen Kompetenz unerlässlich sind, um das Internet in einer KI-gesteuerten Welt sicher, widerstandsfähig und vertrauenswürdig zu halten.“
